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Zweck

Finanzielle Bildung ist in unserer Gesellschaft ein Erfolgsfaktor geworden. Denn falsche finanzielle Entscheidungen können zu Vermögensabnahme, Altersarmut, Überschuldung und Wohlstandseinbußen führen.

Die Finanzdienstleistungsbranche mit ihren Produkten versucht diese bestehenden Herausforderungen der Menschen zu lösen. Doch wir müssen uns die Frage stellen, ob dies überhaupt mit den Produkten der Finanzdienstleistungsbranche möglich ist? Was wir derzeit beobachten ist, dass die Deregulierung der Finanzanlagemärkte (Versicherungen, Investmentprodukte, Bankprodukte etc.) die Angebotsvielfalt signifikant erhöht hat. Dies hat jedoch nicht zu mehr Transparenz geführt, sondern das genaue Gegenteil bewirkt. Der Kunde hat keine Chance, in diesem Angebotsdschungel den Überblick zu behalten. Es darf auch bezweifelt werden, ob es Menschen oder Organisationen möglich ist, diese Fülle an Angeboten richtig zu bewerten. Zusätzlich sind die Produkte ja ich nicht einfacher geworden, sondern deutlich komplexer. Doch der finanziell gebildete Mensch weiß, dass er auf diese Angebote des Finanzdienstleistungsmarktes gar nicht zurückgreifen sollte. Denn diese Produkte haben mit Vermögensbildung gar nichts zu tun. Denn bei Vermögen handelt es sich, schenkt man dem DUDEN Vertrauen, um etwas Materielles, dass  sich im Besitz des Kunden befindet. Den meisten Menschen ist dies unter dem Begriff „Sachwert“ bekannt. Doch die Produkte der Finanzdienstleister sind alles andere als Anlagen, die einen materiellen Wert darstellen. Es handelt sich dabei ausschließlich um Forderungs- und Anspruchspapiere, auch als Geldwerte bekannt. Mit diesen wollen Sparer ihre Altersvorsorge und sich ein Leben in Wohlstand aufbauen. Doch wie kann jemand seriös garantieren, dass diese Forderungen und Ansprüche in den nächsten Jahren überhaupt erfüllt werden können. Der Verweis auf etwaige Sicherungssysteme (Einlagensicherungsfonds, Protektor etc.) läuft bei genauerem Hinsehen ins Leere. Denn diese Institutionen sind gar nicht auf etwaige Systemausfälle und Branchenkrisen ausgelegt. Und auch der Glaube an Staatsgarantien und Versprechen von Politikern sollte der geneigte  Sparer nicht ernsthaft in seine finanziellen Planspiele einbeziehen. Doch damit nicht genug. Zwei weitere Probleme tauchen auf. Inflation und Deflation. Diese beiden Nebenwirkungen unseres derzeitigen Papiergeldsystems sind wichtig zu verstehen. Denn Geldwerte haben diese sehr unangenehmen Begleiterscheinungen und sind daher ständiger Begleiter von Geldwertsparern. Die beständige Ausweitung der Geldmenge lässt den Wert der angesparten Forderungen und Ansprüche wie Eis in der Sonne schmelzen. Die sich an eine Inflation anschließende Abnahme des Preisniveaus (Deflation) ist die Folge davon, dass die Wirtschaft den Rückwärtsgang einlegt hat. Nun kommen Menschen in die Situation, dass sie durch notwendig gewordene Einsparungen der Unternehmen  ihren Arbeitsplatz verlieren und sich ihre Geldwert-Ersparnisse in dieser Phase durch Pleiten von Finanzdienstleistungsunternehmen in Luft auflösen. Oder gesetzlich legitimiert, Zugriffe auf  Ersparnisse gar nicht oder nur noch eingeschränkt möglich sind und somit der Sparer keine Chance hat, über seine finanziellen Mittel zu verfügen. Das ist der Beginn der Geldeiszeit.

Die wachsende Unbeständigkeit im Lebenslauf der Menschen durch sich verändernde Rahmenbedingungen und die unmögliche, exakte Voraussage zukünftiger gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen machen es zwingend notwendig, dass Menschen ihre privaten Finanzen in jeder Situation im Griff haben müssen. Egal ob es stürmt und schneit oder die Sonne scheint.

Finanzbildung ist zu erreichen, indem der Verbraucher lernt, richtig mit Geld  in guten wie in schlechten Zeiten umzugehen und dadurch sein Risiko senkt, in eine Zwangslage zu geraten. In wirtschaftlich und gesellschaftlich schwierigen Phasen den Überblick zu behalten und die eigene Solvenz in feinster Weise zu gefährden ist eine Hauptaufgabe finanzieller Bildung. Das Fundament finanzieller Bildung bildet dabei der Aufbau und das Verstehen des heutigen Systems und die darin geltenden Spielregeln. Nur mit diesem Wissen kann man das Geldspiel erfolgreich für sich gestalten. Der kompetente Umgang mit Geld ist eine Schlüsselqualifikation von Menschen. Der Vermittlung entsprechender Fähigkeiten und deren Verankerung in der schulischen sowie außerschulischen Bildung kommt daher eine große Bedeutung zu.

Der Zweck der Schule des Geldes wird verwirklicht insbesondere durch:

  • die Errichtung  und Durchführung von Veranstaltungen der Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenenbildung (Vorträge, Seminare sowie Coaching) zur Vermittlung von Wissen im Bereich Finanz- und Kapitalmärkte, Erlernen des besseren Umgangs mit Geld und mehr Geldkompetenz;
  • Organisation von gemeinwesenorientierten Projekten, Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen;
  • Veröffentlichung von Schriften (einschließlich Flugschriften und Plakaten), Büchern sowie Bild- und Tonträgern zur Bildung, Aufklärung und Information der Allgemeinheit im Bereich Finanz- und Kapitalmärkte;
  • Förderung der Eigeninitiative sowie Hilfe zur Selbsthilfe beim Schuldenabbau und in finanziellen Fragestellungen
  • Pflege des Kontaktes und Erfahrungsaustausches mit anderen Personen, Vereinen und Institutionen

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