0 357 52 - 94 95 12 info@schule-des-geldes.de

7 Konten Modell

Um seine Geldtransaktionen kontrollieren zu können, bedarf es einer ausgeklügelten Strategie. Doch wie kann man Kontrolle über diese Transaktionen erreichen? Wie funktioniert der effiziente Umgang mit Geld, der nicht viel Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt? Sie benötigen definitiv ein System, mit dem Sie die permanenten Geldzu- und Abflüsse unter ihrer Kontrolle haben. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass eine Kontrolle von Geldströmen nicht mit einem einzigen Konto funktioniert.

Umgang mit Geld

Jeder Mensch besitzt heute ein oder mehrere Girokonten. Das Problem ist dabei, dass es mit der Zeit einfach unkontrollierbar wird, wann wer, wieviel Geld abbuchen kann. Schließlich weiß man irgendwann nicht mehr, wem man eine Abbuchungsgenehmigung von diesem Konto erteilt hat und wem nicht. Das endet sehr schnell im Chaos. Doch was ist die Lösung?

Zunächst einmal benötigen sie ein separates Konto für ihre Einnahmen. Das Einnahmenkonto. Auf diesem Konto werden ausschließlich ihre Einnahmen verbucht. Es finden keine externen Abbuchungen von diesem Konto statt. Es dient lediglich der Einnahmenverbuchung und der anschließenden, internen Umbuchung auf die weiteren Konten.

Als weiteres Konto benötigen sie ein Konto, von dem sämtliche Fixkosten (Miete, Strom, Wasser, Gas, Telefon, Schulgeld, Versicherungen, Kreditraten, usw.) eines Haushaltes abgebucht werden können. Es handelt sich dabei um das Konto für vorgemerkte Ausgaben. Hier bietet sich an, eine Budgetplanung durchzuführen und sämtliche Fixkosten im Überblick zu haben. Der Trick dabei ist, dass sie das benötigte Geld für Ihre Fixkosten sofort nach dem Zufluss von Geldern vom Einnahmenkonto auf das Konto für vorgemerkte Ausgaben umbuchen. Beispielsweise haben sie eine Stromabschlagszahlung alle zwei Monate von 100 Euro zu leisten. Das bedeutet, dass von ihrem Einnahmenkonto jeden Monat 50 Euro auf ihr Konto für vorgemerkte Auszahlungen umgebucht werden. So verfahren sie mit allen Kosten.

Die Prämie ihrer Autoversicherung in Höhe von 1.200 Euro, die am Jahresanfang fällig wird, sollte demnach ebenfalls jeden Monat mit 100 Euro als Einzahlung auf ihrem Konto für vorgemerkte Ausgaben bedacht werden. So bleiben dann unangenehme Überraschungen am Jahresanfang aus. Denn diese Ausgaben stehen ja bereits fest. Also muss auch der entsprechende Geldbetrag vom Einnahmekonto auf das Ausgabekonto umgebucht werden. Und auf diesen Betrag darf nicht mehr zugegriffen werden. So ist es schlicht unmöglich, dass hier feststehende Rechnungen nicht mehr beglichen werden können.

Als weitere Maßnahme bietet sich ein Überlebenskonto an. In der Praxis als sinnvoll hat sich hier eine Prepaidkreditkarte erwiesen, auf die monatlich das geplante Budget für Lebensmittel, Tankkosten, Freizeitausgaben usw. aufgebucht werden kann.

Mit dieser Budgetierung verhindert man, dass zu viel Geld im Monat für unnötige Sachen ausgegeben werden. Beim nächsten separaten Konto handelt es sich um das Reservekonto. Hier fließt monatlich ein fester Betrag auf dieses Konto. Damit werden Reserven gebildet. Hier bieten sich Beträge zwischen 5 und 10 Prozent des monatlichen Einkommens an.

Dazu kommt ein Konto für geplante Investitionen. Diese haben sie bei der Zielplanung definiert. In welche Bereiche müssen sie investieren, um ihre Ziele zu erreichen. Auch hier fließen zwischen 5 und 10% des monatlichen Einkommens hin. Im Leben unentbehrlich ist auch das Risikokonto. Dieses kann mit bis zu 5 Prozent des monatlichen Einkommens gefüttert werden.

Nicht zu vergessen das Steuerkonto. Dieses bekommt monatlich den Betrag an zu zahlenden Steuern aufgebucht. Für Arbeitnehmerhaushalte kann dieses Konto entfallen, da diese in der Regel die Steuer bereits vom Lohn abgezogen bekommen. Für Unternehmer jedoch eines der wichtigsten Konten. Denn häufig sind es die Zahlungen an das Finanzamt, die den Unternehmer finanziell ruinieren können.

Pin It on Pinterest